November 25

Was ist eigentlich ein Altar und warum habe ich gleich mehrere?

Bei dem Wort „Altar“ denken viele entweder an monumentale goldüberzogene Kirchen oder an steinerne Tische, auf denen unheimliche Accessoires liegen. Woran denkst Du bei diesem Wort?

Wenn Du mich schon ein bisschen kennst, dann hast Du bestimmt schon mal irgendwo gelesen, dass ein Altar für mich ein Kraftort ist; ein Arbeitsplatz für Rituale; ein Ort zwischen den Welten und natürlich ein Platz, an dem sich meine magischen Utensilien aufbewahren lassen.

Aktuell habe ich vier feste Altäre und einen Reisealtar – und alle haben unterschiedliche Aufgaben. Wenn ich an besondere Kraftplätze fahre, richte ich mir vor Ort einen Altar ein. Ich plane für 2021 oder 2022 einen Umzug und hoffe ganz fest auf ein kleines Gartenhäuschen, dass ich zum Altarraum – zu einem Tempel – gestalten kann. Aber bis dahin ist es wie folgt:

Ein Altar für Hekate

Der Altar in meinem Büro ist ein Hexenaltar, der Göttin Hekate gewidmet. Hekate habe ich absichtlich ausgewählt. Ich arbeite fast ausschließlich für und mit Frauen und Hekate ist die Göttin, die die Frauen schützt und stärkt. Der Hekate – Altar ist ein Stück weit mein Arbeitsaltar. Hier führe ich vor allem für Kundinnen Rituale durch. Dies ist auch der einzige Altar innen, an dem ich mit Räucherungen arbeite. Der Altar besteht aus einer geerbten Holzkommode – randvoll mit meinen magischen Werkzeugen: Athame (Ritualdolch), Kessel, Kerzen, Öle, Tinte, Schreibfeder, Räucherwerk etc.

An jedem Morgen, sobald ich ins Büro komme, zünde ich an meinem Arbeitsaltar eine Kerze an. Man sagt, dass die brennende Kerze die Anwesenheit des Göttlichen – in diesem Fall der Göttin Hekate – symbolisiert. Und weil der Altar ganz nah an meinem Schreibtisch steht, spüre ich bei allem was ich tu – egal ob Beratungen oder Bürokram – die Energie der Göttin. Sie stärkt mich und erinnert mich immer wieder an meine Mission.

Ein Altar für Odin und Frigga

Der Altar in meinem Wohnzimmer ist dem nordischen Göttervater Odin und seiner Frau der Göttin Frigga geweiht. Dabei handelt es sich um eine Art Familienaltar. Hier finden wir uns ein, wenn wir Sorgen haben oder mit den Göttern in Kontakt treten wollen. Mein Mann zieht hier seine Tageskarte und ich bete dort morgens, meditiere in stressigen Zeiten und bringe Opfer dar. Zum Thema Opfern habe ich vor einiger Zeit einen Blogartikel geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Aktuell handelt es sich bei diesem Altar um ein weißes, niedriges Tischchen. Ich suche allerdings noch nach einem schöneren Tisch, den ich mit Runen bemalen kann.

Odin und Frigga sind die obersten Götter im nordischen Götterhimmel und sie haben viel gemeinsam, obwohl sie sehr unterschiedlich wirken. Sie können vortrefflich streiten und finden doch immer wieder zusammen. Ich finde, das ist ein schönes Vorbild für eine Ehe. Dazu kommt, dass Frigga die Göttin der Ehe ist, die Schützerin des Heimes und des Herdfeuers. Odin ist der Schützer auf Reisen – also immer dann, wenn man nicht zu Hause ist. Das ist genau das, was ich mir für meine Familie wünsche.

Ein Altar für Loki

Der Altar in meinem Schlafzimmer ist ein Altar für Loki. Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu ihm und finde, dass er in den gängigen Comics und Hollywood-Filmen völlig zu Unrecht so schlecht wegkommt. Er ist der nordische Gott des Feuers und der Verwandlung. Ich glaube daran, dass er mir hilft, mich weiterzuentwickeln. An Loki schätze ich, dass ich ganz offen mit ihm reden kann. Aber Achtung: Er nimmt Dich beim Wort!

Da unser Schlafzimmer ziemlich klein ist, ist der Loki-Altar ein vergrößertes Fach in einem Ikea-Regal. Neben Kerzen und Loki-Figuren findet sich hier noch eine weitere Edda. Abends spreche ich im Gebet mit Loki über den Tag oder komme zu ihm, wenn ich seine Hilfe suche.

Er hat hier auch seine ganz eigene Opferschale, denn manchmal handle ich Dinge mit ihm aus. Dann geht es in einem Gebet schon mal zu wie auf einem Basar 🙂

Ein Altar für die Naturgeister

Der vierte Altar befindet sich in meinem Garten. Dort haben wir eine Opferstelle angelegt und einen Naturgeisteraltar. Den haben wir unter einem Gebüsch angelegt und ich sitze im Sommer unheimlich gern dort zum Meditieren oder lausche einfach nur der Natur, die sich auch in der Großstadt finden lässt.

Die Opferstelle besteht übrigens aus einem großen, eingegrabenen Tontopf, der von unten ein nur sehr kleines Loch hat. Dort lege ich alles hinein, was wir drinnen auf den Altären geopfert haben und den Gartentieren gefährlich werden könnte Schnüre und Kerzenreste zum Beispiel. Direkt daneben vergraben wir alles, was die Natur haben darf: Äpfel, Honig, Milch, Mehl etc.

Dekoriert haben wir mit schönen Pflanzen, einer Elfentür und ähnlichem Kitsch 🙂

Ein Altar für unterwegs

Mein Reisealtar ist eine kleine Schachtel, die ich auf 90% meiner Reisen dabei habe. Hier ist ein Teelicht, ein Fläschen Anna Riva Öl Come to me und Banashing, Streichhölzer, Runen und ein Deckchen drin. Außerdem je nach Gusto auch mal eine Götterfigur oder oder oder.

So habe ich auch im Hotel einen kleinen Altar für meine Meditationen, Rituale und Gebete. Außerdem fühle ich mich dann ein bisschen mehr wie zu Hause.

Du siehst, es sind dem Ganzen kaum Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt und eben möglich ist. Nur wenige werden Platz für einen Altarraum haben. Nicht jeder hat Platz für einen ganzen Tisch. Ein Regalbrett oder eine schöne Kiste genügen.

Dekorieren darfst Du so, wie Du möchtest. Wenn Du magst, kannst Du den Altar passend zum Jahreskreis, zum Ritual oder zu Deinen Gött*innen dekorieren. Du darfst aber auch wild mischen. Was immer Dir gefällt.

Das ein oder andere für Deinen Altar findest Du auch in meinem Onlineshop.

Nur achte darauf, dass er nicht zur Krimskrams-Ablage verkommt, auf der sich neben dem Haustürschlüsseln noch Supermarktcoupons und die Hausaufgaben der Kinder türmen.

Der Altar ist ein heiliger Platz an dem Du den Göttinnen, Göttern und Dir selbst begegnen darfst. Hier darfst Du zur Ruhe finden. Es ist Deine Insel im Alltag, Deine Kraftquelle.

„Wem der Himmel zu fern ist, der mag sich mit seiner Andacht vor einem Altar bescheiden. Wahre Gebete fliegen hoch über jenen Altar zu Gott.“

Arthur Schnitzler

Stefanie Gralewski

Über die Autorin

Ich bin Stefanie Gralewski und das hier ist mein Blog. Es ist kein Anleitungsblog, nicht gefüllt mit Weisheiten oder weltbewegenden Themen. Ich teile hier meine Gedanken, Ansichten und Ideen mit dem, der es lesen möchte. Mein Alltag ist zuweilen anstrengend, magisch, nachdenklich, lustig – aber immer voller Neugier auf das Leben.

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